Wir sind immer da, wo unsere Hilfe am meisten benötigt wird.

Wir möchten Euch hier einen bunten Einblick in unsere Vereinsarbeit geben, in der Schweiz und natürlich vor allem in Ungarn. Alle unsere Teammitglieder arbeiten komplett ehrenamtlich. Es freut uns, hier über viele schöne und positive Entwicklungen berichten zu können, wir können und wollen aber auch schwierige und manchmal traurige Dinge nicht auslassen. Transparenz und Ehrlichkeit ist uns wichtig. 

Laufende Aktivitäten 2021
Geschichten aus Ungarn

Natürlich erzählen wir Euch am liebsten schöne Geschichten aus Ungarn, Geschichten von erfolgreichen Rettungen, von Hunden, die ein schönes neues Zuhause finden, etc. Aber die andern Geschichten gibt es leider auch, die ohne Happyend. Die Traurigen. Und wir erachten es als unsere Pflicht, ab und zu auch solche mit Euch zu teilen.

Am vergangenen Samstag erreichte uns der Telefonanruf einer befreundeten ungarischen Tierschützerin. Eine Familie hatte sie um Hilfe gebeten. Ihrer rund einjährigen Familienhündin ging es sehr schlecht. Die Familie hatte kein Auto und auch wenig finanzielle Mittel. Und es war Samstag Nachmittag… Also setzte sich Claudia ins Auto und fuhr zu der Familie und danach direkt mit der Hündin in die Notfall-Tierklinik. Nach einigem Warten konnte ein Bluttest gemacht werden und das Resultat war leider unschön. Die Hündin hatte eine bereits weit voran geschrittene Babesiose, eine durch Zecken übertragene Krankheit, die innert weniger Tage tödlich verlaufen kann. Die Blutwerte waren leider bereits so schlecht, dass die Ärzte kaum Hoffnung machen konnten und zum Erlösen des Hundes rieten. Claudia rief daraufhin die Besitzer an. Diese, inklusive die Kinder der Familie, baten darum, es doch noch zu versuchen, die Hündin nochmals aus der Klinik heimzunehmen, ihr die Chance zu geben sich zu stabilisieren. Während Claudia mit dem Tierarzt die Optionen abwägte, nahm die Hündin allen die Entscheidung ab. Sie brach zusammen und verstarb kurz darauf auf dem Behandlungstisch. Für Claudia, für die Familie, die ihre Hündin wirklich liebte, natürlich ein sehr trauriges Ende.

Und das Fazit für uns? Nebst Babesiose, wie wir es hier erlebt haben, erkranken und sterben Hunde, die keine Zeckenprophylaxe haben und nicht geimpft sind, auch an Parvovirose, Anaplasmose, Herzwürmern und Ehrlichiose. Wir würden sehr  gerne mehr Menschen in Ungarn den Zugang zu Zeckenprophylaxen und auch zu Kombi-Impfungen für ihre Hunde ermöglichen. Es gibt auch in Ungarn viele Menschen, die ihre Hunde wirklich sehr lieben, die aber einfach nur über sehr beschränkte finanzielle Mittel verfügen.